Nach einer regnerischen Nacht warteten schon 31 Kröten und ein Molch in den Eimern an der Ziegelhütte aufs „Taxi“. Am Mittwochmorgen hatte die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod die 20 Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte „Eigensinn“ in Rod an der Weil eingeladen, bei der Amphibienrettung zu helfen. Pünktlich kamen die Kinder mit ihren Erzieherinnen um Kindergartenleiterin Claudia Schwirkosch an der Weilbrücke an. Sabine Neugebauer und Jürgen Böhmer von der Umweltgruppe begrüßten die Kinder in einem großen Kreis und erklärten kurz, warum die Kröten, Frösche und Molche über die Straße getragen werden. Nämlich damit sie auf der Wanderung zum Teich, wo sie ihre Eier, den Laich, absetzen wollen, nicht überfahren werden. Ausgerüstet mit ihren Spieleimern und Handschuhen durften die Kinder dann in die im Boden eingesenkten Fangeimer hineinschauen. Und entdeckten dort, etwas versteckt unter Moos oder Blättern, die gut getarnten Tiere. Manche der Steppkes waren „mutig“ und trauten sich, die Kröten vorsichtig aus dem Eimer zu holen, andere waren etwas zögerlich. Aber schließlich hatte jedes Kind mindestens eine Kröte in seinem Eimer. Ordentlich in einer Zweireihe überquerte die Gruppe mit den Kröten sicher in den Eimern die Weilstraße. Dann stapften sie hoch zu dem Teich an der Ziegelhütte. Dort entließen sie die Kröten vorsichtig am Ufer. Manche sprangen gleich ins Wasser, andere nahmen sich etwas Zeit. Zum Dank brachten die Kinder den beiden Mitgliedern der Umweltgruppe ein Ständchen, nämlich das Lied von den „Fröschelein“. Sabine N.
Mittwoch, 11. März 2026
Ergänzen der Zäune Ziegelhütte und Gemünden
Eine Woche später, am 7. März, fanden sich wieder einige Helfer, um den restlichen Zaun an der Ziegelhüte aufzubauen. Das Weilwasser war zurückgegangen, nachdem die Gemeinde den "Damm" aus Treibgut entfernt hatte. Glücklicherweise hatte die Weil viel Sand zurückgelassen. Den konnten wir zum Befestigen des Zaunes am Untergrund gut gebrauchen, denn die Häringe gingen zur Neige. Und es war höchste Zeit den Zaun aufzubauen, denn einige Kröten waren schon unterwegs.
Anschließend fuhren wir noch nach Gemünden, um dort den Zaun zu verlängern, nachdem dort im vergangenen Jahr Richtung Niederlauken viele tote Kröten und Molche auf der Straße lagen.
Sabine N.
Schließen des Zauns an der Emmershäuser Hütte
Bei unserer Ankunft hatten die Pfadfinder schon ein großes Stück der Arbeit geschafft.
Was für ein Glück, denn für das letzte Feintuning im schwierigen Gelände waren von erfahrenen Amphibienhasen zeitintensive Bergbau- und auch Bergsteigerfähigkeiten am Straßenrand verlangt.
Hessen Mobil hatte im Rahmen der Straßensanierung zwar 3 Tunnel eingebaut, aber nicht berücksichtigt, dass im an manchen Stellen fast senkrechtem Gelände auch die Zaunplanen amphibiendurchschlupfsicher angeschlossen werden müssen.
Letztlich haben wir das alles hingekriegt, hoffen aber sehr, dass es hier in absehbarer Zeit noch zu einer Nachbesserung durch Hessen Mobil kommen wird und die Weilroder Amphibien eine Leiteinrichtung bekommen, wie in anderen Gemeinden auch.
Sabine S.
Zaunaufbau an der Ziegelhütte
Noch vor einigen Tagen vereinigten sich Weil und Cratzenbach an der Ziegelhütte zu einem lauten und reißenden Gewässer. Eine sehr gute Sache für die Natur, aber den Mitgliedern der Umweltgruppe stellte sich die letzte Woche über die Frage, wie es mit dem aufgrund der Witterung eilbedürftigen Aufbau des Amphibienzauns für unsere Kröten, Fröschen, Molche und Salamander unter diesen Umständen klappen sollte.
Am Samstag war das fließende Wasser zwar deutlich zurückgegangen, die Wiese Richtung Waldeck stand jedoch bis zum Hang unter Wasser. Zaunhaltestangen und Auffangeimer zu installieren ging unter diesen Umständen nicht.
Nach kurzer Beratung wurde entschieden: Bis auf weiteres wird der Amphibienzaun nur in Richtung Rod aufgestellt plus einem kleinen Stück vom Fahrweg bis Cratzenbach. So wurde der Zaun ausgerollt, Halter in die (steinige) Erde geklopft, Befestigungen angebracht und Löcher für die Eimer in den (steinigen) Boden gegraben.
Nebenbei wurde am Weilufer Müll gesammelt: Zum Vorschein kamen unter anderem ein neuwertiger Kinder – Gummistiefel in Pink und ein violetter Sportwagen, leider ohne TÜV.
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, wir fuhren weiter nach Emmershausen, um die Pfadfinder zu unterstützen, die dort bereits seit Stunden mit dem Zaunaufbau zugange waren.
(Sabine S.)





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